claudia radowski  *Kostüm *Bühne    

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Theater Halle 7 - München
* Kostüm und Bühne

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Faust hat Hunger und verschluckt sich an einer Grete


* Premiere 28 Februar 2011
* Theater Halle 7 München
* Regie Markus Schlappig




Presse Theaterkritiken München


Archaische Lebensgier nach dem Absoluten, dem Totalen, dem Essenziellen, die mit einer ritualisierten Gesellschaft im Sinnvakuum kollidiert.

Ein Nachbarschaftstreffen irgendwo im gut situierten, liberalen Mittelstand. Hausgemeinschaftliche Partys werden veranstaltet, um den gemeinsamen Status Quo zu zelebrieren und Zugezogenen die Integration zu erleichtern. Doch immer deutlicher wird der Hass und die Verachtung auf diejenigen, die bei der neubürgerlichen Gemütlichkeit der Erfolgsmenschen mit ihren Warenfetischen nicht mithalten wollen oder können.
Palmetshofer paraphrasiert Goethes klassische "Faust"-Tragödie und importiert die Sehnsucht nach dem wahrhaftigen Leben und auch das Streben nach dem Totalen und Absoluten ins Heute. In eine Gesellschaft, die ohne Politik, ohne Ideologie, schön privat, von Produkt zu Produkt rast, bis nur noch der Nebenmensch als die ultimative Ware übrig bleibt.
Wie plaziert die mediale Öffentlichkeit die Tragödie eines Menschen, dem schon aller Glücksmehrwert abgepresst wurde? Und wie verhalten wir uns dazu? Am Ende bleiben zwei Fluchten: eine in die Wüste, eine in den Wald, und ein totes Kind.


AUTORIN
EWALD PALMETSHOFER
, 1978 im Mühlviertel in Oberösterreich geboren, begann ein Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik. Nach Abbruch desselben studierte er Theologie und Philosophie/ Psychologie/ Pädagogik. Neben dem Studium und dem Schreiben arbeitete er im Sozialbereich.  faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete wurde 2009 am Schauspielhaus Wien uraufgeführt.



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Letzte Runde

* Premiere 22 Februar 2011
* Theater Halle 7 München
* Regie Frannk Campoi




Presse - Theaterkritiken München


Haben Heimat und Integration in unserer global assimilierenden Gesellschaft überhaupt noch eine Bedeutung?

Ein kleines Arbeiterhaus in Sombor (heutiges Serbien). Um die Beerdigung ihrer Tante Nada zu organisieren, treffen sich Angehörige und Freunde aus Deutschland im Haus der Verwandten. Aber alle Versuche, die Beerdigung zu organisieren, scheitern. Dafür beschäftigen sich die Verwandten zunehmend mit sich selbst. Ihre Lebensbilder verschwimmen in der Panik und im Entsetzen darüber, dass sie weder eine Vergangenheit, noch eine Zukunft sehen können.
Identitätsfragen, die sich in stark assimilierten Gesellschaftsstrukturen bereits verschärft haben, gehen über die allgemeine Migrationsproblematik hinaus. Der Mensch soll die Sprache des Erfolgs sprechen. Was bedeuten Heimat und Integration in einem suggerierten Wohlstands-Konzept überhaupt noch? Die Projektion, dass materieller Erfolg gleichzeitig auch Heimat bedeutet, wird ad absurdum geführt.


AUTOR
FRANK CAMPOI
, 1962 geboren, arbeitet zunächst in den Werkstätten des Staatstheaters Wiesbaden. Anschliessend als freier Szenenbildner tätig. Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Es entstehen zahlreiche Installationen sowie Bühnenbildinstallationen. Diverse Stipendien und Residenzen. 2010 beginnt er mit den Dreharbeiten seines Dokumentarfilms  "Schwere Industrie" in Serbien u
nd Bosnien. In dieser Zeit entsteht auch sein Theaterstück Die Letzte Runde.



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* Premiere 14 Februar 2011
* Theater Halle 7 München
* Regie Claus Peter Seifert





Presse - Theaterkritiken München




Am Anfang war die Sache mit der Haut.
Am Ende dachte ich, ich hätte es von Anfang an wissen müssen.

Sechs Menschen, drei Begegnungen, einen Schritt zu weit von einander entfernt: Seit über einem Jahr beobachtet die obdachlose Ross die Straßenmusikerin Lucy, die immer unter der Reichenbachbrücke in ihrem Basskasten schläft. Ross kennt sich genau aus in Lucys Leben; doch den entscheidenden Schritt wagt sie erst, als Lucy beginnt, abzubauen? In einem Club begegnen sich Ann-Marie und Anna-Maria nach zwei Jahren wieder. Aber nur Anna-Maria scheint sich an ihre frühere Affäre zu erinnern und spürt dieser verlorenen Nähe nach. Denn Ann-Marie ist inzwischen eine Andere, die verzweifelt versucht, die Phantome zu bekämpfen, die sich unter der weiten Leinenhose verbergen? Leon trifft Nazife - zufällig, als er an der falschen Tür klingelt. Dadurch wird er in ein gefähr-liches Spiel hineingezogen, in dem Nazife ein Trauma aus ihrer Vergangenheit aufarbeiten muss?
Was hindert Menschen daran, sich wirklich aufeinander einzulassen? Und wie entsteht echte Nähe? Zusammen verloren, sich gemeinsam fremd - PROTECTION ist eine Parabel über die unmögliche und die mögliche Liebe in unserer Zeit.


AUTORIN
ANJA HILLING, Jahrgang 1975, zählt zu den erfolgreichsten neuen Theaterautorinnen. 2003 wurde sie für ihr erstes Stück "Sterne" mit dem Preis der Dresdner Bank für junge Dramatik ausgezeichnet. Protection war 2005 bei den Autorentagen des Thalia Theaters Hamburg in einer Werkstattinszenierung von Andreas Kriegenburg zu sehen und wurde im Oktober 2006 am Maxim-Gorki-Theater Berlin uraufgeführt. Anja Hilling lebt in Berlin.